AKTUELLES AUS DEM WEINGUT

Grüne Lese im Hochsommer

Warum wir jetzt Trauben wegschneiden – und damit über die Qualität des heurigen Jahrgangs mitentscheiden.

Mitten im Hochsommer gibt auch im Weingarten die Hitze den Takt vor. Jetzt beginnt eine Arbeit, die über den heurigen Jahrgang mitentscheidet: die grüne Lese.

HOCHSOMMER IM WEINGARTEN

Wenn die Hitze den Takt vorgibt

Pflanzenschutz ist jetzt besonders wichtig und wird oft nachts durchgeführt – untertags ist es schlicht zu heiß dafür.

Unsere jungen, nachgepflanzten Reben haben wir zum zweiten Mal gegossen. In einem so trockenen Jahr brauchen sie das Wasser, damit sie gut anwachsen können.

GRÜNE LESE

Weniger Trauben für mehr Qualität

Bei der grünen Lese schneiden wir einen Teil der noch unreifen Trauben gezielt weg – je nach Anlage etwa 20 bis 40 Prozent.

Gerade in einem trockenen Jahr fehlt das Wasser, damit alle Trauben am Stock sauber ausreifen können. Deshalb entscheiden wir bewusst, welche Trauben bleiben und welche entfernt werden.

QUALITÄT VOR MENGE

Damit die verbleibenden Trauben besser reifen

Trägt ein Rebstock zu viel, verteilt sich seine Kraft auf zu viele Früchte – und keine wird richtig gut.

Nehmen wir gezielt Trauben weg, können die verbleibenden besser ausreifen. Gleichzeitig wird der Rebstock entlastet und ist in der trockenen, heißen Phase weniger gestresst.

LAUBARBEIT

Luft und Licht für gesunde Trauben

Bei diesem Arbeitsschritt entfernen wir außerdem gezielt Blätter – meistens an der Ostseite. So bleibt die Laubwand gut durchlüftet.

Eine offene, luftige Traubenzone trocknet nach einem Regen schneller ab und hilft dabei, die Trauben gesund zu halten.

DER HEURIGE JAHRGANG

„Die Entscheidungen, die wir jetzt im Weingarten treffen, prägen das, was wir schon bald im Glas verkosten werden.“